Chinese Boxing Institute Germany

WARUM KAMPFKUNST?

Seit 1991 beschäftige ich mich intensiv mit den chinesischen Kampfkünsten. Sie sind für mich eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zu meiner Tätigkeit als Heilpraktiker und Osteopath. Vor allem die inneren Stile des chinesischen Boxen, wie beispielsweise das Taiji Chuan, lehren auf besondere Weise die Grundprinzipien von Entspannung, ganzheitlicher Bewegung und bewusster Körperwahrnehmung. Diese Prinzipien gehören auch zu den Grundlagen meiner Arbeit in der Körpertherapie. Ich habe meine Kampfkunstausbildung u.a. am Chinese Boxing Institute International (CBII) in Hannover und am Zhejiang College for TCM in Hangzhou, China gemacht. Ich unterrichte Taiji Chuan und die Kernprinzipien des inneren chinesischen Boxens nach C.G. Casey.

DAS CHINESISCHE BOXEN

Das chinesische Boxen hat seinen Ursprung in der traditionellen chinesischen Kampfkunst. Es ist kein eigenständiger Kampfstil, sondern umfasst eine spezielle Kategorie von Kampfkünsten, deren Schwerpunkt in den energetischen Aspekten des Boxens liegt. In diese Kategorie fallen jene Kampfkünste, die sich der Pflege und der Wahrung der dem Körper innewohnenden Energie (Qi) widmen. Beispiele hierfür sind u.a. die klassischen Stile Taiji Chuan, Pakua Chang und Hsing-I Chuan, die auch als „innere“ Stile bezeichnet werden.

Grundgedanke des chinesischen Boxens ist das Verständnis von Qi. Dieses Verständnis beinhaltet die Wahrnehmung der eigenen Energie und die Fähigkeit diese gezielt zu nutzen ebenso wie das Erkennen des Energiepotentials des Gegenübers. Im Zweikampf befähigt dieses Verständnis zu einer wirkungsvolleren Umsetzung der erlernten Techniken und zu einer gesteigerten Sensibilität für die Intention des Gegners.

Im Gegensatz zu Kraft und Schnelligkeit, die mit fortschreitendem Alter unweigerlich abnehmen, entwickelt sich das Verständnis für die energetischen Abläufe mit wachsender Erfahrung weiter. C.G. Casey, Gründer des Chinese Boxing Institute International (CBII), war der Meinung, dass das Fundament der inneren Kampfkünste auf einigen grundlegenden Prinzipien ruht.

Im Laufe seiner Studien kam Casey zu der Erkenntnis, dass die verschiedenen Stile des inneren Boxens wesentliche Gemeinsamkeiten haben, die für den energetischen Aspekt der Kampfkunst massgebend sind. Casey filterte diese Gemeinsamkeiten aus seinem Wissen um die verschiedenen Stile heraus, analysierte sie und formulierte schliesslich die „zehn Kernprinzipien des chinesischen Boxens“.