Chinesisches Boxen in der Moderne

Braucht es in der heutigen Zeit noch Kampfkunst? Was habe ich davon und wodurch zeichnte sich das Chinesische Boxen als Innere Kampfkunst – Nei Jia Chuan – aus? Auf diese Fragen antwortet unsere Website. Dafür entwickeln die Autoren Holger Jongen, Olaf Pachten und Eric Metz diese Seite permanent weiter:

  • um Wissen zu bewahren und
  • Interessierten auch aktuelle Informationen zu Trainingsangeboten aufzuzeigen.

Viel Freude beim Entdecken. Für Fragen oder Anregungen schreiben Sie gern an frage(at)chinese-boxing-institute.de.

Was ist Chinesisches Boxen (Chinese Boxing)?

Die Grundlage des Chinese Boxing ist das Verständnis von energetischen Abläufen. Der Name Chinesisches Boxen oder Chinese Boxing stammt von dem chinesischen Sammelbegriff Chung Kuo Chuan für vorrangig waffenlose Kampfkunst. Das  Studium der ‚Chinesischen Faust‘ äußert sich zum einen im Wissen um die eigenen Energien und die Fähigkeit sie freizusetzen, zum anderen auch im Erkennen des Energiepotenzials des Opponenten. Im Zweikampf befähigt den Boxer dieses Wissen zu einem wirkungsvolleren und effektiveren Einsatz der erlernten Techniken und zu einer gesteigerten Sensibilität für die Absichten des Gegners.

Im Gegensatz zu Kraft und Schnelligkeit, die mit fortschreitendem Alter unweigerlich abnehmen, entwickelt sich das Verständnis von Energie mit wachsender Erfahrung. Viele der großen Meister innerer Kampfkünste sind im Alter von 60 oder 70 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Fähigkeiten und immer noch in der Lage, wesentlich jüngere und kräftigere Kämpfer zu kontrollieren. Gerade dies macht das Innere Chinesische Boxen auch für ältere Kampfkünstler so interessant.

Der Begriff Chinese Boxing bezeichnet also keinen einzelnen Kampfstil, sondern bezieht sich auf die Kategorie von traditionellen chinesischen Kampfkünsten, deren Schwerpunkt in den energetischen Aspekten des Zweikampfes liegen. In diese Kategorie fallen jene Kampfkünste, die sich mit der Pflege und der Wahrung der im Körper innewohnenden Energie (Qi) beschäftigen, somit also den inneren Kampfkunst-Stilen, zugerechnet werden.

Die bekanntesten Stile dieser Kategorie sind das Tai Chi Chuan, das Hsing-I Chuan und das Bagua Chang. Aber auch andere Stile transportieren Elemente des sogenannten inneren Boxens. Beispiele hierfür sind das Wing Chun, das Fukien White Crane, WaLu oder auch das Monkey Boxing.

Im besonderen Maße gilt Detlef Zimmermann unser Dank, der seit 1981 für das Chinesische Boxen in Hannover eine Heimat geschaffen hat und unermüdlich die Inneren Prinzipien erkundet und lehrt.